Weigle

__Jörg-Peter Weigle
seit 2003 >>>

Gronostay

__Uwe Gronostay

1982–2002 >>>

Chemin-Petit

__Hans Chemin-Petit

1943–1981 >>>

Ramin

__Günther Ramin

1935–1943 >>>

Schuricht

__Carl Schuricht

1933–1935 >>>

Klemperer

__Otto Klemperer

1929–1933 >>>

Ochs

__Siegfried Ochs

1882–1929 >>>

Jörg-Peter Weigle erhielt seine erste musikalische Ausbildung bereits als Knabe im Leipziger Thomanerchor. An der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin studierte er Dirigieren und Chorleitung und vervollständigte seine Ausbildung bei Kurt Masur. Von 1985 bis 2003 bekleidete er Chefpositionen beim Rundfunkchor Leipzig, der Dresdner Philharmonie und den Stuttgarter Philharmonikern. Mit diesen Ensembles gab er Konzerte in Europa, Asien, Nord- und Südamerika.
Operndirigate an der Semperoper Dresden und der Komischen Oper Berlin erweiterten sein umfangreiches Repertoire und brachten ihn mit Harry Kupfer zusammen.
Darüber hinaus konnte er seiner besonderen Neigung zur Chormusik immer wieder bei verschiedenen Rundfunkanstalten nachgehen. In Rundfunkproduktionen und Konzerten arbeitete er mit den Chören des Bayerischen und des Norddeutschen Rundfunks zusammen. Im Jahr 2000 wurde er zum ersten Mal zu einem Konzert mit dem RIAS Kammerchor in Berlin eingeladen.
CD-Aufnahmen runden das Bild des Dirigenten Jörg-Peter Weigle ab. In letzter Zeit sind das sinfonische Gesamtwerk der Komponisten Hans Huber (Stuttgarter Philharmoniker) und Felix Draeseke (NDR Hannover) erschienen.
Seit 1994 ist Jörg-Peter Weigle auch als Hochschullehrer zunächst in Dresden und seit 2001 als Professor für Chordirigieren an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin tätig, der er von 2008 bis 2012 auch als Rektor vorstand.
Seit September 2003 ist der Dirigent Künstlerischer Leiter des Philharmonischen Chores Berlin. Dort zeigt er, dass im Zeitalter der Spezialensembles der große Oratorienchor seinen Platz in der Musiklandschaft nicht eingebüßt hat, und erlaubt es seinem Chor, sich in der Chorsinfonik vom Barock über Klassik, Romantik und Spätromantik bis zur Moderne in den unterschiedlichsten klanglichen Facetten zu präsentieren. Vergessene Werke, die für die Musikgeschichte von Bedeutung sind, werden von ihm genauso zur Diskussion gestellt wie die Zusammenarbeit des großen Chores mit Barockorchestern im Sinne einer Annäherung an die historische Aufführungspraxis. Ebenso geht der Gedanke der regelmäßigen Kooperation mit der Berliner Singakademie für besonders groß angelegte Werke auf ihn zurück.